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Start Schwangerschaft Körperliche Veränderungen

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft: Richtwerte, Unterschiede und Einordnung

Karin von Karin
13. Januar 2026
in Körperliche Veränderungen, Schwangerschaft
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft Richtwerte, Unterschiede und Einordnung

Upper view of pregnant woman standing on bathroom scale

Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist ein unvermeidlicher und notwendiger Prozess. Sie beinhaltet mehrere Elemente wie den Fötus, die Plazenta, das Fruchtwasser, das Blutvolumen, die Gewebsflüssigkeit und das Depotfett. Diese Komponenten zeigen, warum das Gewicht während der Schwangerschaft nicht isoliert betrachtet werden kann.

In der Schweiz sind evidenzbasierte Richtwerte für die Praxis von großer Bedeutung. Die Empfehlungen des Institute of Medicine (IOM, 2009) bilden die Grundlage. Zusätzlich bieten nationale D‑A‑CH‑Empfehlungen zur Ernährung und statistische Daten aus Österreich eine Ergänzung zur Einordnung.

Die erwartete Gesamtkurvenbreite variiert je nach Ausgangs-BMI. Bei Einlingsschwangerschaften liegen die IOM-Spannen etwa zwischen 5 und 18 kg. Bei Mehrlingen sind höhere Gewichtszunahmen zu erwarten.

Es wird empfohlen, das BMI vor der Konzeption zu berechnen und eine individuelle Zielspanne festzulegen. Die Gewichtsentwicklung sollte regelmäßig von einer Hebamme oder Gynäkologin überwacht werden. So wird eine gesunde Gewichtszunahme sichergestellt.

Was bedeutet Gewichtszunahme Schwangerschaft: Begriff und Bedeutung

Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft beschreibt den Anstieg des Körpergewichts der Mutter bis zur Geburt. Es ist ein natürlicher Prozess, der sicherstellt, dass das Kind genug Nahrung erhält. Zudem bilden sich Reserven für die Stillzeit. Es ist jedoch wichtig, den Verlauf und den BMI zu betrachten, um eine genaue Bewertung vorzunehmen.

Warum die Gewichtszunahme Teil einer gesunden Schwangerschaft ist

Gewichtszunahme unterstützt das Wachstum und die Nährstoffversorgung des Fötus. Sie führt zu einer Erhöhung des Blutvolumens und Veränderungen im Gewebe. Diese Veränderungen verbessern die Durchblutung der Plazenta. Zudem dient das Fett als Energiequelle für die Stillzeit und für die Anpassung des Stoffwechsels.

Eine gesunde Gewichtszunahme zeigt sich in einer stabilen Gewichtskurve. Abweichungen bedürfen einer genauen Bewertung, besonders im Hinblick auf den BMI.

Woraus sich das Schwangerschaftsgewicht zusammensetzt

  • Fötus: 3,0–3,8 kg
  • Plazenta: 0,6–0,8 kg
  • Fruchtwasser: ca. 0,8–1,3 kg
  • Gesteigertes Blutvolumen: ca. 1,2 kg
  • Gewebsflüssigkeit/Ödeme: ca. 2–2,5 kg
  • Gebärmutter: ca. 1,3 kg
  • Brustdrüsengewebe: 0,8–1,0 kg
  • Mütterliches Depotfett: ca. 1,7 kg

Die Summe dieser Komponenten ergibt typische Zunahmen von 11–13 kg. Diese Werte helfen, die individuelle Gewichtszunahme während der Schwangerschaft zu beurteilen.

Unterschiede zwischen Einlings- und Mehrlingsschwangerschaften

Bei Zwillingsschwangerschaften werden höhere Zunahmen erwartet. Für Frauen mit normaler Vor-Schwangerschafts-Gewichts-Klasse gelten Richtwerte von 15,9–20,4 kg. Bei Drillingen sind die notwendigen Reserven noch höher.

Mehrlinge benötigen mehr Blutvolumen, größere Plazenta- und Fruchtwassermassen sowie zusätzliche Fettreserven. Die Zielbereiche für eine gesunde Gewichtszunahme werden daher nach der Anzahl der Föten angepasst.

In der Schweiz spielt die Beobachtung der Gewichtskurve eine wichtige Rolle in der Routinevorsorge. Die Kombination aus Verlauf, BMI und klinischer Bewertung bietet eine zuverlässige Einschätzung des Schwangerschaftsverlaufs.

Richtwerte zur Gewichtszunahme nach BMI vor der Schwangerschaft

Bevor eine Schwangerschaft beginnt, ist das Messen des BMI ein zentraler Schritt. Es dient als Grundlage für individuelle Empfehlungen zur Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Ein Aufzeichnung des Ausgangsgewichts erleichtert die spätere Bewertung der Gewichtsveränderungen während der Schwangerschaft.

Wie der BMI berechnet wird und seine Bedeutung in der Geburtshilfe

Der Body-Mass-Index wird berechnet, indem man das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat teilt. Zum Beispiel: 65 kg / (1,65 m)² = 23,9 kg/m². Es gibt verschiedene Kategorien: Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas.

Siehe auch  Wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft: Was Mutter und Baby brauchen

In der Geburtshilfe wird der BMI vor der Schwangerschaft verwendet, um eine Zielspanne für die gesunde Gewichtszunahme festzulegen. Der Index ist nützlich, zeigt aber Einschränkungen bei hoher Muskelmasse und altersbedingten Unterschieden.

Empfohlene Gesamtzunahme nach BMI — IOM-basierte Richtwerte

Die internationalen Richtlinien basieren auf Empfehlungen der Institute of Medicine. Für Frauen mit Untergewicht (BMI

Bei Übergewicht (BMI 25–29,9) wird eine Zunahme von rund 7–11 kg empfohlen. Für Adipositas (BMI ≥30) sind 5–9 kg als Zielspanne genannt. Bei deutlichen Abweichungen ist eine medizinische Beratung ratsam.

Spezielle Richtwerte für Mehrlingsschwangerschaften

Bei Zwillingsschwangerschaften erhöht sich der Bedarf an Plazenta, Fruchtwasser und Depotreserven. Für Frauen mit vorherigem Normalgewicht wird eine Zunahme von etwa 15,5–20,4 kg empfohlen.

Für Drillingsschwangerschaften liegen die Angaben im Bereich von rund 20,5–23 kg. Diese Richtwerte sollten in der Schweiz gemeinsam mit Hebamme und Gynäkologe an die individuelle Situation angepasst werden.

  • Vor Schwangerschaft: BMI erheben und dokumentieren.
  • Gemeinsame Festlegung der Zielspanne mit Hebamme oder Gynäkologe.
  • Regelmässige Kontrolle der Gewichtszunahme Schwangerschaft während der Vorsorge.

Typische Verlaufskurve und Gewichtszunahme pro Trimester und Schwangerschaftswoche

Die Gewichtsentwicklung während der Schwangerschaft folgt einem Muster. Im ersten Trimester ist die Gewichtszunahme meist gering. Im zweiten und dritten Trimester beschleunigt sich das Wachstum des Fötus und die Anpassungen der Mutter führen zu einer deutlicheren Zunahme.

Gewichtsentwicklung im ersten Trimester: Gründe für geringe Zunahme oder Gewichtsverlust

Im ersten Trimester liegt die Zunahme meist bei 0–2 kg. Übelkeit und Erbrechen können das Gewicht reduzieren. Bei Hyperemesis gravidarum ist eine Abklärung notwendig.

Bei Gewichtsverlust über mehrere Wochen ist es ratsam, sich mit einer Hebamme oder Gynäkologin in Verbindung zu setzen. Frühzeitige Intervention in der Ernährung sichert die Versorgung von Mutter und Fötus.

Gewichtszunahme im zweiten und dritten Trimester: Wochen- und Monatswerte

Zwischen der 14. und 24. SSW liegt die Zunahme bei etwa 250–300 g pro Woche. Ab der 25. SSW sind rund 400 g pro Woche realistisch. Diese Werte basieren auf fetalem Fettaufbau und mütterlicher Flüssigkeits- sowie Gewebevermehrung.

Gängige Monatsangaben zur Orientierung: 5.–16. SSW insgesamt ca. 2 kg; 17.–22. SSW ca. 2 kg; 23.–26. SSW ca. 2 kg; 27.–35. SSW ca. 4–4,5 kg; 35.–40. SSW ca. 2–2,5 kg. Bei Abweichungen ist eine Prüfung auf Ödeme oder gestörten Stoffwechsel sinnvoll.

Beispieltabelle: Durchschnittswerte pro Schwangerschaftswochen (SSW) zur Orientierung

Die folgende Liste gibt grobe Orientierungswerte für SSW Gewicht und kumulative Zunahme. Die Tabelle ersetzt keine individuelle Bewertung und berücksichtigt nicht den BMI Schwangerschaft vor der Empfängnis.

  • 5.–16. SSW: kumulativ ~2 kg
  • 17.–22. SSW: kumulativ ~4 kg
  • 23.–26. SSW: kumulativ ~6 kg
  • 27.–35. SSW: kumulativ ~10–10,5 kg
  • 35.–40. SSW: kumulativ ~12–12,5 kg

In der Schweiz wird das Gewicht regelmäßig im Rahmen der Vorsorge kontrolliert. Bei starkem Anstieg über mehrere Wochen ist eine Abklärung auf Wasserretention, Präeklampsie oder Gestationsdiabetes angezeigt.

Empfehlung: Gewicht regelmäßig protokollieren und bei signifikanten Abweichungen die Verlaufskurve mit der betreuenden Fachperson auswerten. Dies gewährleistet, dass Gewichtszunahme Schwangerschaft sachgerecht überwacht wird.

Gewichtszunahme Schwangerschaft: Regionale Relevanz Schweiz und Vorsorge

In der Schweiz wird die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft routinemässig überwacht. Fachpersonal dokumentiert das Gewicht Schwangerschaft bei jeder Vorsorge oder in definierten Intervallen. Abweichungen von der individuellen Kurve dienen als Anlass für weitere Abklärungen.

Siehe auch  Ernährung und Gewicht in der Schwangerschaft: Balance statt Druck

Die Betreuung orientiert sich an internationalen Standards. Hebamme und Gynäkologe sprechen die Messintervalle ab. Messwerte werden genutzt, um eine individuelle Kurve zu erstellen und die gesunde Gewichtszunahme zu beurteilen.

Wie Hebamme und Gynäkologe in der Schweiz Gewicht und Kurve überwachen

Bei jeder Routinekontrolle wird das Gewicht dokumentiert. Die Hebamme führt oft erste Kontrollen durch. Gynäkologische Untersuchungen ergänzen die Überwachung mit Ultraschall und Fundusstand.

Wenn die Gewichtskurve auffällige Trends zeigt, erfolgt eine gezielte Abklärung. Mögliche Schritte sind Ernährungsberatung, Blutuntersuchungen oder ein oraler Glukosetoleranztest.

Mutter-Kind-Pass / Vorsorgeintervalle und Eintragung der Gewichtskurve

Der Mutter-Kind-Pass wird in der Schweiz für die Dokumentation genutzt. Gewichtsdaten sowie relevante Befunde werden darin eingetragen. Die Aufzeichnungen geben Auskunft über das Verlaufsmuster und helfen bei der Einschätzung von Risikoindikatoren.

Zwischen 24. und 28. Schwangerschaftswoche wird der oGTT empfohlen. Dieser Test dient der Erkennung von Gestationsdiabetes, der die Gewichtsentwicklung beeinflussen kann.

Hilfsmittel zur Selbstkontrolle: BMI- und Gewichtskurven-Rechner

Online verfügbare BMI-Rechner und Gewichtskurven-Tools liefern eine Orientierung zur BMI Schwangerschaft und zur erwarteten Zunahme. Eingabedaten sind Körpergrösse, Gewicht vor Schwangerschaft und fortlaufende Wochengewichte.

Solche Hilfsmittel ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten sollen Ergebnisse mit der Hebamme oder dem Gynäkologen besprochen werden. Regelmässige Vorsorgetermine bleiben zentral für eine sichere, gesunde Gewichtszunahme.

Risiken bei zu geringer oder zu schneller Gewichtszunahme und Warnsignale

Eine regelmäßige Kontrolle des Gewichts während der Schwangerschaft ist unerlässlich. Abweichungen von der erwarteten Kurve können ernste Probleme signalisieren. Dies gilt für zu geringe Zunahme ebenso wie für zu schnelle Zunahme.

Ursachen und Folgen bei zu geringer Zunahme

Übelkeit oder Hyperemesis gravidarum führen oft zu weniger Nahrungsaufnahme. Ein niedriger BMI vor der Schwangerschaft und Essstörungen erhöhen das Risiko für zu wenig Gewichtszunahme.

Folgen können Frühgeburt, Wachstumsverzögerung des Fötus und niedriges Geburtsgewicht sein. Ein stagnierendes oder fallendes Gewicht über mehrere Wochen deutet auf mögliche Mangelversorgung des Fötus hin.

Handlungsempfehlung: Bei anhaltendem Gewichtsverlust sofort Hebamme oder Gynäkologe in der Schweiz kontaktieren. Ernährungsberatung oder stationäre Therapie bei schwerer Hyperemesis kann nötig werden.

Ursachen und Folgen bei zu schneller oder übermäßiger Zunahme

Übermäßige Kalorienzufuhr, hohes Zucker- und Fettanteil sowie weniger Bewegung fördern schnelle Gewichtszunahme. Flüssigkeitseinlagerungen können das Gewicht zusätzlich erhöhen.

Risiken umfassen Gestationsdiabetes mellitus (GDM), fetale Makrosomie und geburtsmedizinische Komplikationen. Ausgeprägte Ödeme und Blutdruckanstieg sind Warnsignale für Präeklampsie.

Ein schneller Anstieg von ≥1 kg pro Woche über mehrere Wochen gilt als alarmierend. Kopfschmerzen, Sehstörungen oder plötzliches Anschwellen der Hände und des Gesichts verlangen rasche Abklärung.

Wann ärztliche Abklärung notwendig ist

  • Bei anhaltender Gewichtsabnahme im 2. oder 3. Trimester.
  • Bei stagnierendem Gewicht über mehrere Wochen trotz adäquater Ernährung.
  • Bei plötzlicher starker Gewichtszunahme oder ausgeprägten Ödemen.
  • Bei Begleitsymptomen wie Blutdruckanstieg, Proteinurie, Kopfschmerzen oder Sehstörungen.

Empfohlene Maßnahmen: Kein eigenmächtiges Fasten oder Diäten. Bei Verdacht auf GDM sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden. Bei Hinweisen auf Präeklampsie ist sofortige ärztliche Abklärung erforderlich.

Praktische Tipps für eine gesunde Gewichtszunahme und Ernährung in der Schwangerschaft

Die Planung von Ernährung und Aktivität ist entscheidend für eine gesunde Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Klare Regeln und einfache Routinen helfen dabei, den individuellen Bedarf zu decken. So bleibt das Gewicht im empfohlenen Rahmen. Die folgenden Hinweise orientieren sich an D-A-CH-Empfehlungen und sind für die Schweiz anwendbar.

Siehe auch  Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft: Grundlagen für Mutter und Kind

Im ersten Trimester ist keine generelle Kaloriensteigerung nötig. Im zweiten Trimester wird eine Erhöhung um rund +250 kcal/Tag empfohlen. Im dritten Trimester sind etwa +500 kcal/Tag angezeigt, wenn das Aktivitätsniveau gleich bleibt. Der Fokus liegt auf Nährstoffdichte statt reiner Kalorienzufuhr.

Wichtige Mikronährstoffe sind Folsäure, Eisen, Jod, Vitamin D und Omega‑3 (DHA). Proteine und Ballaststoffe sind essenziell für Stoffwechsel und Sättigung. Supplemente sind nach ärztlicher Abklärung zu wählen.

Ernährungsstrategien

  • Regelmässige Mahlzeiten: drei Hauptmahlzeiten plus 1–2 nahrhafte Zwischenmahlzeiten.
  • Bevorzugt werden Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, magere Proteine und fettreicher Fisch in empfohlenen Mengen.
  • Mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst pro Tag als Orientierung.
  • Zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel vermeiden.

Portionssteuerung und BMI‑Bezug

Portionskontrolle schützt vor zu schneller Zunahme. Bei erhöhtem Start‑BMI Schwangerschaft sind kleinere Portionen und dichter belegte Teller sinnvoll. Das Monitoring durch Hebamme oder Gynäkologe unterstützt die Anpassung der Menge.

Bewegungsempfehlungen

Moderate Aktivität an den meisten Tagen wird empfohlen. Mindestens 30 Minuten pro Tag sind realistisch. Spaziergänge, Schwimmen und Schwangerschaftsyoga sind geeignet. Die Talk‑Test‑Methode dient als einfache Intensitätskontrolle.

Bestehende Trainingsroutinen können mit ärztlicher Absprache fortgeführt oder angepasst werden. Sanfte Kraftübungen stabilisieren Muskulatur und helfen bei der Gewichtskontrolle.

Umgang mit Heisshunger und Naschereien

Heisshunger wird durch nährstoffreiche Snacks gedämpft: Obst, Joghurt oder eine Handvoll Nüsse sind praktikabel. Kleine, bewusste Portionen von Süssem erlauben Flexibilität ohne strikte Verbote.

Keine restriktiven Diäten während der Schwangerschaft. Achtsames Essen, langsames Kauen und ein strukturierter Tagesablauf reduzieren impulsives Naschen.

Praktische Handlungsempfehlung

  1. Ernährungs‑ und Bewegungsplan gemeinsam mit Hebamme oder Gynäkologe erstellen.
  2. Bei Unsicherheiten eine qualifizierte Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.
  3. Regelmässige Gewichtskontrolle und Dokumentation der Gewicht Schwangerschaft im Mutter‑Kind‑Pass oder auf einer Kurve.

Bei psychischer Belastung oder Auffälligkeiten im Essverhalten ist fachliche Unterstützung angezeigt. So bleibt die gesunde Gewichtszunahme planbar und medizinisch begleitet.

Fazit

Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist ein natürlicher Prozess, der sich nach dem Ausgangs-BMI und der Schwangerschaftsform richtet. Empfohlene Gesamtgewichtszunahmen variieren je nach BMI. Bei Einlingen liegen sie zwischen 5 und 18 kg, bei Mehrlingen deutlich höher.

Um eine gesunde Gewichtszunahme zu fördern, ist es wichtig, den BMI vor der Schwangerschaft zu ermitteln. Eine individuelle Zielspanne sollte festgelegt werden. Das Gewicht sollte regelmäßig im Mutter-Kind-Pass dokumentiert werden. Bei auffälligen Abweichungen ist eine Abklärung durch Hebamme oder Gynäkologe notwendig.

Prävention und Management basieren auf nährstoffreicher Ernährung und gezielter Kalorienanpassung. Moderater Sport und der Verzicht auf Diäten sind ebenfalls wichtig. Digitale Hilfsmittel wie BMI- und Gewichtskurvenrechner können Orientierung bieten, ersetzen aber nicht die medizinische Beurteilung.

Mit strukturierter Überwachung und evidenzbasierten Richtlinien kann der Verlauf der Schwangerschaft sicher gesteuert werden. Bei schnellen Gewichtsabweichungen oder Begleitsymptomen ist sofortige ärztliche Abklärung erforderlich. Dies gilt insbesondere für GDM, Präeklampsie oder fetale Wachstumsverzögerung.

Tags: körperliche veränderungenkörperliche veränderungen schwangerschaftschwangerschaft
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Karin schreibt für BabyMag.ch über Themen rund um Schwangerschaft, Babyzeit und frühen Familienalltag. Ihr Fokus liegt auf verständlich aufbereiteten Informationen, die Eltern Orientierung geben und dabei helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. In ihren Beiträgen verbindet sie sorgfältige Recherche mit einem klaren Blick für praktische Fragen aus dem Alltag werdender und junger Eltern. Dabei legt sie besonderen Wert auf sachliche Einordnung, nachvollziehbare Empfehlungen und eine ruhige, respektvolle Tonalität. Karin versteht Elternschaft als individuelle Erfahrung, die gute Informationen braucht, aber keine einfachen Antworten kennt. Genau hier setzt ihre Arbeit an: Wissen zugänglich machen, Zusammenhänge erklären und Sicherheit durch Klarheit schaffen.

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